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Coca-Cola Pop Star Gallery – als Musikstars noch im Flaschendeckel steckten

Coca-Cola Pop Star Gallery

Es war eine Zeit in der man für ein kleines Stück Popkultur nicht ins Internet musste, sondern nur einen Flaschenverschluss brauchte. Anfang der 1980er-Jahre machte Coca-Cola aus seinen Kronkorken kleine Sammelobjekte und plötzlich wurde das Öffnen einer Cola-Flasche zum Glücksmoment. 1982 startete Coca-Cola im deutschsprachigen Raum die ersten sogenannten Knibbelbilder. Auf der Innenseite des Flaschendeckels befand sich eine farbig bedruckte Dichtung, die vorsichtig herausgeknibbelt werden konnte. Die erste Serie trug den Titel „Meilensteine der Verkehrsgeschichte“ und zeigte historische Autos, Flugzeuge, Schiffe und Eisenbahnen. Je nach Quelle wird diese erste Serie mit 48 Motiven angegeben, dazu gab es Sammelposter auf denen die kleinen Bilder ihren Platz fanden. Doch Coca-Cola hatte offenbar schnell erkannt, dass sich aus der Idee noch viel mehr machen ließ, 1983 wurde aus Technik Popmusik: Die „Pop Star Gallery“ war geboren.

40 Stars für eine Generation

Insgesamt 40 internationale Sänger und Bands fanden ihren Weg auf die kleinen Knibbelbilder. Darunter Namen die damals aus Radio, Fernsehen und Plattenläden kaum wegzudenken waren. Auch deutsche und deutschsprachige Künstler waren dabei. Nena, Spliff und Markus gehörten zur Serie, daneben fanden sich internationale Acts wie Toto, Men At Work, Survivor, Boney M., Joan Jett & The Blackhearts, Electric Light Orchestra, Adam Ant und Santana. Der damals wohl bekannteste Artist Michael Jackson war leider nicht dabei, denn er hatte bereits mit Pepsi einen Vertrag.

Das Prinzip war denkbar einfach Flasche kaufen, Kronkorken öffnen und hoffen, dass darunter ein Motiv lag, das noch in der eigenen Sammlung fehlte. Doppelte Bilder wurden getauscht, Sammelposter wurden beklebt und plötzlich konnte eine eigentlich ganz normale Cola-Flasche zum kleinen Schatz werden. Gerade diese Mischung aus Sammeln, Tauschen und Überraschung machte die Aktion so erfolgreich. Rückblickend war es eine frühe Form dessen, was heute mit Sammelkarten, Limited Editions oder digitalen Collectibles funktioniert, man wollte nicht nur das Produkt sondern vor allem das nächste Motiv.

Aus dem Flaschendeckel auf die Schallplatte

Coca-Cola ging bei der Pop Star Gallery sogar noch einen Schritt weiter. Aus den 40 Künstlern wurden zwölf Favoriten ausgewählt. Am 27. Mai 1983 erschien daraus eine eigene LP und Musikkassette unter dem Titel „Pop Star Gallery“.

Auf der sogenannten Top-12-Zusammenstellung standen:

Nena – „Nur geträumt“
Markus – „Ich will Spaß“
Spliff – „Carbonara“
Men At Work – „Down Under“
Survivor – „Eye of the Tiger“
Boney M. – „Rivers of Babylon“
Bill Haley – „Rock Around the Clock“
Joan Jett & The Blackhearts – „I Love Rock ’n’ Roll“
Electric Light Orchestra – „Hold On Tight“
Adam Ant – „Goody Two Shoes“
Toto – „Rosanna“
Santana – „Hold On“

Damit wurde aus einer Werbeaktion plötzlich ein kleines Stück Musikgeschichte. Die Coca-Cola-Kampagne verband Getränk, Sammelleidenschaft und die damalige Popmusik auf eine Weise, die heute fast schon ungewöhnlich persönlich wirkt.

Und dann kam Olympia

Nach der Pop Star Gallery folgte 1984 die nächste große Knibbelbild-Aktion: „Olympia-Champions“. Diesmal änderte sich allerdings das Prinzip. Die Olympia-Motive waren nicht mehr einfach aus der Dichtung herauszuknibbeln, sondern wurden direkt in beziehungsweise unter einer transparenten Schicht des Deckels angebracht. Die Knibbelbilder waren damit längst mehr als eine kleine Zugabe. Sammelposter, Gewinnspiele und verschiedene Serien machten aus den Verschlussdichtungen ein eigenes kleines Coca-Cola-Sammeluniversum. Zeitgenössische Berichte und spätere Sammlerquellen erwähnen sogar Gewinne wie ferngesteuerte Flugzeuge und Boote, Carrera- oder Modelleisenbahnen.

Sammeln statt Scrollen

Heute wirkt die Idee fast rührend simpel. Kein QR-Code, keine App, kein Onlinekonto und kein Algorithmus entschied darüber, welches Motiv man bekam. Man musste tatsächlich eine Flasche in der Hand halten, den Verschluss öffnen, das kleine Gummibild herauslösen und anschließend jemanden finden, der das fehlende Motiv hatte.

Genau darin liegt wahrscheinlich der nostalgische Reiz der Coca-Cola-Knibbelbilder. Sie waren Teil einer Zeit, in der Werbung noch etwas zum Anfassen sein konnte und in der aus einem Stück bedrucktem Gummi auf einmal ein begehrtes Sammlerstück wurde. Und die kleinen Bilder sind offenbar bis heute nicht verschwunden. Auf Sammlerbörsen und Online-Marktplätzen werden komplette Pop-Star-Gallery-Sammlungen aus dem Jahr 1983 noch immer angeboten. Aktuelle Angebote zeigen, dass sich Sammler weiterhin für einzelne Motive und komplette Sets interessieren.

Die Coca-Cola Pop Star Gallery war damit ein perfektes Kind der 80er: bunt, analog, ein bisschen verrückt und immer mit der Hoffnung verbunden beim nächsten Öffnen genau den Star zu erwischen der noch fehlte.

Wer damals gesammelt hat erinnert sich wahrscheinlich noch an diesen einen Moment: Kronkorken auf, vorsichtig knibbeln und dann die Frage: „Hab ich den schon?“

Die Coca-Cola Pop Star Gallery

Die Coca-Cola Pop Star Gallery

Die Coca-Cola Pop Star Gallery

Die Coca-Cola Pop Star Gallery

Coca-Cola Pop Star Gallery

Die Coca-Cola Pop Star Gallery

Es war eine Zeit, in der man für ein kleines Stück Popkultur nicht ins Internet musste, sondern nur einen Flaschenverschluss brauchte. Anfang …

Wer in den 1980er- und 1990er-Jahren aufgewachsen ist, erinnert sich garantiert an den süßen Duft der damaligen Süßwarenregale. Neben Klassikern wie Rider …

Sie waren klein, bunt und in glänzende Silberfolie gewickelt und für viele Kinder der 80er-Jahre gehörten sie einfach dazu. Die Böhme Fruchtkaramellen …

Für die Kinder der 80er war es eine schwere Angelegenheit jeden Morgen Bücher, Hefte, Federmäppchen und dazu eine Tasche aus Leder, die …

Banjo von Mars: Der Aufstieg und Fall eines Kult-Schokoriegels

Banjo Schokolade der 80er Jahre

Wer in den 1980er- und 1990er-Jahren aufgewachsen ist, erinnert sich garantiert an den süßen Duft der damaligen Süßwarenregale. Neben Klassikern wie Rider (heute Twix) gab es einen ganz besonderen Riegel, der die Herzen von Schokoladenfans im Sturm eroberte: Banjo. Der knusprige Riegel von Mars Incorporated gilt heute als absoluter Kult. Doch wie wurde der Snack so berühmt und warum verschwand er plötzlich von der Bildfläche? Wir blicken auf die Geschichte einer Legende.

Ein Hit aus Österreich erobert Deutschland
Die Wurzeln des Banjo-Riegels liegen in unserem Nachbarland Österreich. Dort produzierte die Mars-Tochtergesellschaft Master Foods den Snack im burgenländischen Breitenbrunn. Nach ersten Erfolgen folgte im Jahr 1979 der große Schritt: Mars führte den Schokoriegel auf dem deutschen Markt ein. Das Timing war perfekt, denn die Welle knuspriger Riegel traf genau den Nerv der Zeit.

Ja aber was machte Banjo so besonders?

Banjo überzeugte durch eine Kombination verschiedener Texturen. Das Herzstück bildete eine knusprige Waffel, die mit einer feinen Schokoladencreme gefüllt war. In den ersten Jahren sorgten fein zermahlene Erdnussstückchen für den nötigen Biss. Später änderte Mars das Rezept leicht und ersetzte die Erdnüsse durch Haselnüsse. Umhüllt war die gesamte Kreation von zarter Milchschokolade. Neben der klassischen Nuss-Variante in der blau-beigen Verpackung brachte Mars auch eine tropische Abwechslung in die Läden: Banjo Kokos
Diese Variante im auffälligen roten Gewand entwickelte schnell eine eigene, treue Fangemeinde. Kult-Marketing: „Etwas ganz Feines zum Knuspern“. In den 1980er-Jahren begleitete Mars den Riegel mit einprägsamen Werbekampagnen im Fernsehen. Slogans wie „Das Knusper Stück“ oder „Etwas ganz Feines zum Knuspern“ brannten sich in das Gedächtnis einer ganzen Generation ein. Die bunte Verpackung und das markante Banjo-Logo gehörten im Freibad oder auf dem Schulhof einfach dazu. Das plötzliche Ende im Jahr 2009. Obwohl der Riegel über zwei Jahrzehnte hinweg viele treue Fans hatte, ging die Ära im Jahr 2009 abrupt zu Ende. Im Mai desselben Jahres musste der Hersteller Mars zwei Chargen des Riegels vorsorglich zurückrufen, da ein minimales Risiko für mikrobiologische Belastungen bestand. Kurz nach diesem Vorfall entschied sich der Konzern im Zuge einer allgemeinen Sortimentsbereinigung, die Produktion endgültig einzustellen. Banjo wurde dauerhaft vom Markt genommen.

Banjo Schokolade Haselnuss

Banjo Schokolade Haselnuss

Banjo Schokolade

Banjo Schokolade der 80er

Banjo Schokolade der 80er

Banjo Schokolade der 80er

Banjo Schokolade der 80er

Banjo Schokolade der 80er

Banjo Schokolade der 80er

Banjo Schokolade der 80er

Banjo Schokolade der 80er

Banjo Schokolade der 80er

Banjo Schokolade der 80er

Banjo Schokolade der 80er

Banjo Schokolade der 80er

Banjo Schokolade der 80er

Banjo Schokolade der 80er

Banjo Schokolade der 80er

Banjo Schokolade der 80er

Banjo Schokolade der 80er

Banjo Schokolade der 80er

Banjo Schokolade der 80er

Banjo Schokolade der 80er

Banjo Werbung

80er NEWS

Die Fruchtkaramellen der 80er: Kleine Bonbons große Kindheitserinnerungen

Fruchtkaramellen

Böhme Fruchtkaramellen: Die kleinen „Frukas“, die nach Kindheit schmecken

Sie waren klein, bunt und in glänzende Silberfolie gewickelt und für viele Kinder der 80er-Jahre gehörten sie einfach dazu. Die Böhme Fruchtkaramellen von vielen nur „Frukas“ genannt, sind bis heute ein echter Süßwarenklassiker. Vier Sorten, vier Farben und ein Geschmack den viele Menschen sofort mit ihrer Kindheit verbinden.

Wer die kleinen quadratischen Kaubonbons kennt, braucht meist kein Foto um sie wiederzuerkennen. Die charakteristische Silberfolie mit den farbigen Streifen und den aufgedruckten Fruchtnamen ist bis heute unverwechselbar. Im klassischen Mix gab es Zitrone in Gelb, Himbeere in Rosa, Kirsche in Rot und Apfelsine beziehungsweise Orange. Ob Kiosk, Süßigkeitenregal oder heimischer Vorratsschrank, die Fruchtkaramellen waren in den 1980er-Jahren in Ost und West weit verbreitet. Ihre Geschichte beginnt allerdings schon einige Jahrzehnte früher. Bereits in den 1950er-Jahren wurden die Fruchtkaramellen von der Mülheimer Süßwarenfabrik Wissol in Nordrhein-Westfalen hergestellt. Seit den 2000er-Jahren werden die beliebten Bonbons in der Delitzscher Schokoladenfabrik in Sachsen, unweit von Leipzig,  nach demselben traditionellen Rezeptweiterproduziert .

Dabei ist die Herstellung erstaunlich bodenständig. „Eigentlich bestehen die Frukas nur aus Zucker, Wasser, ein bisschen Glukosesirup, Aromen und Geliermittel. Das war’s schon“ heißt es aus der Produktion. Ganz automatisch läuft der Herstellungsprozess allerdings nicht ab, noch heute ist dabei viel Handarbeit gefragt. Denn die fertige Masse muss zunächst die richtige Temperatur erreichen und erst wenn sie handwarm ist, wird sie von einem Mitarbeiter in einen sogenannten Zieher eingespannt. Dort wird die Masse immer wieder aufgewickelt und gezogen. Dabei gelangt Luft hinein, wodurch sich ihre Struktur verändert. Anschließend wird sie in einer weiteren Maschine zu einer langen, schmalen Masse gepresst aus der später die kleinen quadratischen Fruchtkaramellen entstehen.

Gerade diese traditionelle Herstellung macht die Frukas zu einem interessanten Stück deutscher Süßwarengeschichte. Während viele Produkte aus vergangenen Jahrzehnten längst verschwunden sind, hat dieser Klassiker die Zeit überdauert. Das Rezept, die vier Geschmacksrichtungen und vor allem der unverwechselbare Anblick sorgen dafür, dass sich auch heute noch viele Menschen sofort an ihre Kindheit erinnern. Und vielleicht liegt genau darin das Erfolgsgeheimnis der Frukas: Sie wollen gar nicht modern sein. Sie müssen keine exotischen Geschmacksrichtungen anbieten und brauchen keine aufwendige Verpackung. Vier kleine Bonbons, ein Stück Silberfolie und plötzlich ist da wieder dieses Gefühl von früher.

Böhme Fruchtkaramellen sind damit mehr als nur ein Kaubonbon. Sie sind für viele ein kleines Stück Kindheit, das man tatsächlich noch einmal schmecken kann.

Es war eine Zeit, in der man für ein kleines Stück Popkultur nicht ins Internet musste, sondern nur einen Flaschenverschluss brauchte. Anfang …

Wer in den 1980er- und 1990er-Jahren aufgewachsen ist, erinnert sich garantiert an den süßen Duft der damaligen Süßwarenregale. Neben Klassikern wie Rider …

Sie waren klein, bunt und in glänzende Silberfolie gewickelt und für viele Kinder der 80er-Jahre gehörten sie einfach dazu. Die Böhme Fruchtkaramellen …

Vom Lederranzen zum Textilranzen, die Revolution auf dem Schulhof


Coca-Cola Pop Star Gallery – als Musikstars noch im Flaschendeckel steckten

Für die Kinder der 80er war es eine schwere Angelegenheit jeden Morgen Bücher, Hefte, Federmäppchen und dazu eine Tasche aus Leder, die selbst schon ordentlich Gewicht auf die Waage brachte mitzuschleppen. Für Generationen von Schulkindern gehörte das aber zum festen Alltag. Dann kam ein Mann aus den österreichischen Alpen und stellte sich eine ziemlich einfache Frage: Warum eigentlich muss eine Schultasche so schwer und so unbequem sein? Seine Antwort sollte das Aussehen deutscher Schulhöfe für Jahrzehnte verändern.

Wenn heute im Spätsommer die ersten Schulranzen vor den Kinderzimmern stehen, wirken sie wie kleine technische Produkte. Sie haben gepolsterte Rückenpartien, verstellbare Gurte, fluoreszierende Flächen, Reflektoren und ausgeklügelte Tragesysteme. Manche wiegen kaum mehr als ein Kilogramm, andere lassen sich beinahe millimetergenau an die Körpergröße des Kindes anpassen. Für Eltern gehört die Frage nach Ergonomie und Sicherheit inzwischen selbstverständlich zum Kauf dazu. Dass der Schulranzen einmal ganz anders aussah, ist für jüngere Generationen kaum vorstellbar. Bis in die siebziger Jahre hinein trugen viele Kinder schwere Ledertaschen, häufig im Querformat. Vollgepackt konnten solche Taschen fünf, sechs oder sogar sieben Kilogramm wogen. Sie waren robust und langlebig, aber nicht unbedingt dafür gemacht einen jungen Rücken möglichst schonend durch den Schulalltag zu bringen.

Einer dem dieser Zustand auffiel war Georg Essl III aus Hermagor in Österreich. Essl war leidenschaftlicher Bergsteiger und kannte deshalb ein Problem, das mit der Schule zunächst wenig zu tun hatte: Wie bringt man schwere Lasten über längere Strecken ohne den Körper unnötig zu belasten? Beim Bergwandern ist die Antwort darauf seit jeher entscheidend. Das Gepäck muss möglichst dicht am Körper liegen, das Gewicht gleichmäßig verteilt werden. Ein guter Rucksack darf nicht einfach nur möglichst viel aufnehmen, er muss mit seinem Träger funktionieren. Essl übertrug dieses Prinzip auf eine Welt in der es bis dahin kaum eine Rolle gespielt hatte: Die Schultasche.

Seine Überlegung war ebenso naheliegend wie damals ungewöhnlich. Warum sollte ein Kind seine Schulsachen in einer breiten Tasche tragen die seitlich vom Körper absteht? Ein hochformatiger Rucksack so Essls Idee konnte die Last wesentlich näher an der Wirbelsäule halten. Dazu kamen Tragesysteme und Polsterungen die man bisher vor allem aus dem Bergsport kannte. Essl wollte eine Schultasche entwickeln die leichter, bequemer und zugleich wetterfest war. Die Konstruktion sollte die Last besser verteilen und eine einseitige Belastung des Rückens vermeiden. Seine Idee ließ er beim Patentamt schützen.

1968 kam daraus die „Körpergerechte Schultasche – Federleicht“ auf den Markt. Der Name klingt aus heutiger Sicht beinahe selbstverständlich, damals war er ein Versprechen. Essls Erfindung zielte nicht nur auf Bequemlichkeit, auch die Sicherheit der Kinder spielte eine immer größere Rolle. Gerade auf dem Schulweg waren Kinder im Straßenverkehr schlecht zu erkennen, Essl setzte deshalb auf auffällige Farben. Blau, Orange und Gelb zogen die Aufmerksamkeit auf sich, Reflektoren die später beinahe liebevoll „Katzenaugen“ genannt wurden sollten dafür sorgen, dass die Kinder auch bei schlechten Lichtverhältnissen besser wahrgenommen wurden. Der Schulranzen wurde damit zum Teil einer neuen Vorstellung vom sicheren Schulweg: Er sollte nicht mehr nur Bücher tragen, sondern seinen Träger schützen.

Georg Essl Schulranzen

Für den großen Durchbruch brauchte es allerdings einen Hersteller, der aus der Idee ein Produkt für Millionen machen konnte. Diesen Partner fand Essl im deutschen Lederwarenhersteller Alfred Sternjakob aus Frankenthal in der Pfalz. Sternjakob erkannte das Potenzial der Erfindung und schloss mit dem Österreicher einen sechsjährigen Lizenzvertrag. Was Essl technisch vorgedacht hatte, wurde nun für den Massenmarkt weiterentwickelt. Polyester ersetzte schweres Leder, ein stabilisierter Innenkern gab dem Ranzen seine charakteristische Form, fluoreszierende Warnfarben machten ihn auffällig und Reflektoren sorgten für zusätzliche Sicherheit.

Dann kam das Jahr 1975. Auf den deutschen Schulhöfen tauchte ein neuer Name auf: Scout. 

Der erste Scout-Schulranzen kostete 49 D-Mark. Was heute wie ein unspektakulärer Produktstart klingt, entwickelte sich zu einer der bemerkenswertesten Erfolgsgeschichten der deutschen Schulranzenindustrie. Scout war kantig, auffällig und anders als die klassischen Ledertaschen die viele Kinder bis dahin getragen hatten. Der Ranzen stand aufrecht am Rücken, war vergleichsweise leicht und besaß jene fluoreszierenden Orange- und Gelbtöne die bald zum unverwechselbaren Erscheinungsbild der Marke gehören sollten.

Es war eine kleine Revolution und sie fand dort statt wo Kinder besonders genau beobachten was andere Kinder besitzen: auf dem Schulhof.

Denn ein Schulranzen ist selten nur eine Tasche. Für ein sechsjähriges Kind kann er das erste größere persönliche Eigentum sein. Er begleitet es jeden Morgen aus dem Haus, steht neben ihm im Klassenzimmer und liegt in der Pause auf dem Schulhof. Er zeigt was einem gefällt und manchmal auch was sich die Eltern leisten können. In den siebziger und achtziger Jahren wurde Scout deshalb schnell mehr als ein praktischer Gegenstand. Die Marke entwickelte einen Wiedererkennungswert den nur wenige Produkte für Kinder erreichten.

Scout Schulranzen der 80er Jahre

Und Scout hatte Konkurrenz

In den achtziger Jahren war Amigo der wohl bekannteste Gegenspieler. Wer keinen Scout bekam, trug nicht selten einen Amigo. Die Modelle waren ähnlich kastig, funktional und auf den ersten Blick Teil derselben neuen Schulranzenwelt. Amigo war im Handel häufig die günstigere Alternative und setzte bei seinen Modellen unter anderem auf kräftige rote Farben, runde Reflektoren und bunte Motive. Scout wiederum blieb stark mit seinen auffälligen Orange- und Blautönen verbunden. Für Erwachsene war es ein Wettbewerb zwischen Herstellern. Für Kinder konnte die Frage dagegen erstaunlich wichtig sein: Welcher Ranzen steht morgen neben meinem Platz?

Auch McNeill gehörte zu den Marken die den Markt prägten. Hinter der Marke stand das traditionsreiche Familienunternehmen Thorka aus dem hessischen Hainburg das bereits 1963 gegründet worden war. McNeill kam 1975 auf den Markt, also im selben Jahr wie Scout. Der Name hatte eine ungewöhnliche Herkunft: Firmengründer Thorsten H. Krause benannte die Marke nach seinem Yorkshire-Terrier McNeill. Das Konterfei des Hundes wurde über Jahrzehnte zum Markenzeichen der Ranzen. Während Scout seinen Siegeszug antrat, setzte McNeill auf eine eigene Stärke: die Verbindung von Entwicklung, Gewicht und Tragekomfort. 1983 brachte die Marke einen Leichtranzen auf den Markt der weniger als ein Kilogramm wog. 1988 folgte ein Tragesystem mit integrierten Stoßdämpfern. Damit war der Wettbewerb endgültig dort angekommen, wo Georg Essl ihn einst begonnen hatte: beim Körper des Kindes.

Der Schulranzen wurde leichter, ergonomischer und technisch ausgefeilter. Gleichzeitig veränderte sich sein Aussehen. Was in den siebziger Jahren noch durch vergleichsweise nüchterne Farben und klare Formen geprägt war, wurde in den folgenden Jahrzehnten immer bunter. Der Schulranzen bekam Motive, Figuren, Muster und Farben. Er sollte nicht länger nur sicher und bequem sein, sondern seinem Besitzer gefallen. Aus einem Stück Ausrüstung wurde ein Teil der kindlichen Identität. Gerade darin liegt ein Grund, warum die alten Scout-Ranzen bis heute eine eigentümliche Wirkung haben. Wer einen solchen Ranzen aus den siebziger oder achtziger Jahren sieht, erkennt nicht einfach ein altes Produkt. Man erkennt eine Zeit. Die kantige Form, das orangefarbene Warnfeld, die Reflektoren, die Farben und die typische Materialität erzählen von einer Kindheit, in der die Welt noch anders aussah. Kein Smartphone steckte im Seitenfach, keine App erklärte den Elter ob der Ranzen richtig eingestellt war. Es gab Hefte, Bücher, ein Pausenbrot und vielleicht eine Trinkflasche. Und am nächsten Morgen ging es wieder zu Fuß zur Schule.

Scout wurde in dieser Zeit zu einem Stück deutscher Alltagskultur. Mehr als zehn Millionen Schulranzen hat die Marke nach eigenen Angaben inzwischen verkauft. Aus der ursprünglichen Idee des österreichischen Erfinders wurde ein Produkt, das Generationen begleitet hat. Nicht selten kaufen Eltern heute einen Scout für ihre Kinder, obwohl sie selbst einmal einen getragen haben. Der Schulranzen ist damit zu einem jener Gegenstände geworden, die eine ungewöhnliche Verbindung zwischen verschiedenen Generationen herstellen können.

 

Zum 30-jährigen Jubiläum des ursprünglichen Scout-Modells griff die Marke die Geschichte noch einmal auf und ließ den klassischen Schulranzen in limitierter Auflage als moderne Umhängetasche neu produzieren. Es war eine bemerkenswerte Umkehrung: Aus einem Gegenstand, der einst geschaffen worden war, um Kindern das Tragen ihrer Last zu erleichtern, wurde nun ein Stück Retro-Design. Die Vergangenheit war plötzlich wieder modern.

Scout Edition

Heute kostet ein Scout-Schulranzen je nach Modell und Ausstattung ungefähr 120 bis 250 Euro. Die Produkte sind ergonomischer als je zuvor, die Materialien leichter, die Tragesysteme ausgefeilter und die Designs nahezu grenzenlos. Trotzdem steckt in den modernen Modellen noch immer dieselbe Grundidee, die Georg Essl vor mehr als einem halben Jahrhundert hatte: Ein Kind sollte seine Schulsachen nicht einfach irgendwie tragen müssen. Die Last sollte sich dem Körper anpassen nicht der Körper der Last.

Vielleicht ist genau das der Grund warum die Geschichte des Scout-Schulranzens interessanter ist, als es zunächst klingt. Es geht nicht bloß um eine Tasche die Bücher transportiert. Es geht um die Veränderung einer alltäglichen Sache die Millionen Kinder jeden Morgen mit auf ihren Weg genommen haben. Ein Bergsteiger aus Kärnten sah schwere Ledertaschen und fragte sich, ob es nicht besser gehen könnte. Aus dieser Frage entstand ein Patent daraus ein neues Tragesystem, daraus der Scout  und schließlich eine ganze Industrie. Manchmal beginnt eine Revolution eben nicht mit einem großen Knall. Manchmal beginnt sie mit einem Kind, einem schweren Ranzen und einem Erwachsenen, der sich fragt warum das eigentlich so sein muss. Auch Georg Essl erlebte noch wie weit seine Idee getragen hatte. Der österreichische Erfinder starb im Alter von 91 Jahren. Seine eigentliche Hinterlassenschaft ist allerdings nicht nur ein Patent und auch nicht nur eine Marke. Es ist eine Veränderung der Perspektive. Vor Essls Idee war die Schultasche vor allem Behälter: Sie musste Bücher und Hefte aufnehmen und möglichst lange halten. Danach wurde der Schulranzen zunehmend als Teil des Körpers verstanden. Gewicht, Rücken, Tragesystem, Sichtbarkeit und Sicherheit wurden zu entscheidenden Kriterien.

Analoge Kindheit, digitale Jugend – Warum die 80er eine Generation fürs Leben geprägt haben


Coca-Cola Pop Star Gallery – als Musikstars noch im Flaschendeckel steckten

„Wir sind um acht Uhr morgens aus dem Haus gegangen, kamen erst zurück, wenn die Straßenlaternen angingen – und unsere Eltern wussten trotzdem, dass alles in Ordnung war.“ Dieser Satz fällt häufig wenn Menschen von ihrer Kindheit in den 1980er Jahren erzählen. Für die einen klingt er wie eine romantische Erinnerung für die anderen wie eine völlig fremde Welt. Tatsächlich liegen zwischen der analogen Kindheit der 80er Jahre und dem digitalen Alltag vieler Kinder heute nicht nur vier Jahrzehnte, sondern zwei völlig unterschiedliche Lebenswelten.

Wer in den 80ern aufwuchs erinnert sich nicht zuerst an Technik oder Konsum, sondern an Freiheit. Freiheit bedeutete damals nicht unbegrenzt Inhalte im Internet abrufen zu können oder mit Menschen auf der ganzen Welt verbunden zu sein. Freiheit bedeutete die Haustür hinter sich zu schließen und draußen eine Welt zu entdecken, die jeden Tag neue Abenteuer bereithielt. Straßen wurden zu Fußballplätzen, Wiesen zu Schlachtfeldern imaginärer Ritter, Wälder zu geheimnisvollen Dschungeln und jeder Hinterhof konnte plötzlich das Hauptquartier einer Kinderbande sein.

Der Schulranzen flog nach dem Unterricht meist achtlos in die Ecke. Hausaufgaben wurden später erledigt, denn draußen warteten bereits Freunde. Niemand schrieb eine Nachricht über einen Messenger. Man klingelte einfach an der Haustür oder rief laut den Namen des Freundes in den Innenhof. Innerhalb weniger Minuten entstand aus einer Handvoll Kinder eine Gruppe voller Ideen. Einen festen Plan brauchte niemand.

Es wurde Fußball gespiel bis die Knie aufgeschürft waren. Beim Fangen wurde über Mauern geklettert, beim Verstecken kannte jedes Kind geheime Orte die Erwachsene nie entdeckt hätten. Murmeln gehörten auf fast jeden Schulhof, Kreide verwandelte Gehwege in bunte Hüpfkästchen und Völkerball sorgte regelmäßig für hitzige Wettkämpfe. Wer gerade niemanden zum Toben fand, setzte sich mit Freunden an einen Tisch und spielte Stadt, Land, Fluss. Ganz nebenbei lernte man neue Städte, Länder, Tiere oder Berufe kennen. Bildung geschah oft spielerisch, ohne dass jemand es bewusst bemerkte.

Damals gab es keine App die erklärte was als Nächstes zu tun war. Es gab keine Suchmaschine die jede Antwort innerhalb weniger Sekunden lieferte. Kinder mussten überlegen, ausprobieren und manchmal auch scheitern. Genau daraus entstanden Kreativität und Eigenständigkeit. Aus alten Brettern wurden Baumhäuser, aus Kartons Burgen, aus Decken Höhlen und aus einem einfachen Stock ein Schwert, ein Angelstab oder ein Zauberstab je nachdem wohin die Fantasie gerade führte.

Heute sieht das Bild vielerorts anders aus. Smartphones, Tablets und Spielkonsolen begleiten viele Kinder bereits im Grundschulalter. Freizeit wird häufiger in digitalen Räumen verbracht, Freundschaften entstehen und bestehen oft zusätzlich über soziale Netzwerke oder Online-Spiele. Die Digitalisierung bietet ohne Frage viele Möglichkeiten denn Informationen sind jederzeit verfügbar, Lernen kann interaktiver sein und Kommunikation kennt kaum noch Grenzen. Gleichzeitig verändert sie jedoch die Art und Weise wie Kinder ihre Umwelt erleben. Während frühere Generationen Unterhaltung oft selbst erfanden wird sie heute häufig auf Knopfdruck geliefert.

Viele Pädagogen beobachten deshalb, dass freies Spielen seltener geworden ist. Wo früher aus Langeweile neue Ideen entstanden wird heute oft automatisch zum Bildschirm gegriffen. Dabei war gerade diese Langeweile in den 80ern häufig der Beginn der spannendsten Abenteuer. Sie zwang Kinder dazu, selbst Lösungen zu finden, Spiele zu entwickeln und gemeinsam kreativ zu werden.

Auch das Familienleben folgte häufig einem anderen Rhythmus. In vielen Haushalten arbeitete der Vater, während die Mutter sich überwiegend um Haushalt und Kinder kümmerte. Dieses Familienmodell traf nicht auf alle zu und hat sich seitdem deutlich verändert, prägte jedoch den Alltag vieler Kinder. Nach der Schule wartete häufig bereits ein warmes Mittagessen, anschließend wurden Hausaufgaben erledigt, bevor es wieder nach draußen ging. Nachbarn kannten sich untereinander, Türen standen oft offen und viele Erwachsene achteten ganz selbstverständlich auch auf die Kinder aus der Umgebung.

Mit diesem Miteinander ging häufig ein anderer Umgangston einher. Älteren Menschen wurde die Tür aufgehalten, im Bus machte man Platz und ein freundliches „Guten Tag“ gehörte zum Alltag. Natürlich war auch damals nicht jede Begegnung harmonisch, doch Respekt gegenüber Erwachsenen wurde in vielen Familien und Schulen bewusst vermittelt und eingefordert. Lehrer genossen meist eine andere Autorität als heute und viele Kinder wussten, dass ein Fehlverhalten auf dem Schulweg oft schneller bei den Eltern ankam als ihnen lieb war.

Auch die Schule selbst war eine andere. Kreidetafeln, Overheadprojektoren und Landkarten gehörten zum Unterricht. Referate wurden in Bibliotheken vorbereitet, Informationen mussten aus Büchern herausgesucht werden und Taschenrechner galten in vielen Klassen noch als Besonderheit. Heute stehen digitale Whiteboards, Tablets und das Internet zur Verfügung. Gleichzeitig weisen internationale Vergleichsstudien wie PISA seit Jahren darauf hin, dass Schülerinnen und Schüler in Deutschland in mehreren Kompetenzbereichen schwächere Leistungen erzielen als frühere Jahrgänge. Lehrkräfte berichten zudem häufiger von Konzentrationsproblemen und einer geringeren Aufmerksamkeitsspanne Entwicklungen über deren Ursachen intensiv diskutiert wird. Digitale Medien spielen dabei ebenso eine Rolle wie gesellschaftliche Veränderungen, veränderte Lerngewohnheiten und die Folgen der Corona-Pandemie.

Die Freizeit war in den 80ern eng mit Bewegung verbunden. Wer nicht gerade draußen spielte war häufig Mitglied in einem Sportverein. Fußball, Handball, Tennis, Leichtathletik, Schwimmen, Turnen oder Kampfsport gehörten für viele Kinder selbstverständlich zum Wochenprogramm. Vereine waren weit mehr als Orte für Training und Wettkämpfe. Sie vermittelten Gemeinschaft, Fairness, Disziplin und Verantwortung. Hier entstanden Freundschaften die oft bis heute bestehen.

Wenn das Wetter einmal nicht mitspielte, zog es viele Kinder vor den Fernseher. Doch Fernsehen bedeutete damals etwas völlig anderes als heute. Das Programm war begrenzt. ARD, ZDF und das jeweilige Dritte Programm bestimmten den Alltag vieler Familien, bevor gegen Ende des Jahrzehnts private Sender hinzukamen. Es gab keine Streamingdienste, keine Mediatheken und keine Möglichkeit, eine Serie jederzeit zu starten. Wer seine Lieblingssendung verpasste, musste bis zur nächsten Ausstrahlung warten.

Gerade dadurch hatten Fernsehmomente einen besonderen Wert. Millionen Kinder saßen gleichzeitig vor dem Bildschirm und fieberten denselben Serien entgegen. Die Titelmelodien von Biene Maja, He-Man, Captain Future, Nils Holgersson, Wickie, Die Schlümpfe, Es war einmal… der Mensch oder Sindbad konnten ganze Generationen mitsingen. Noch heute reichen oft wenige Takte, um Erinnerungen an eine unbeschwerte Kindheit wachzurufen. Viele dieser Zeichentrickserien zeichneten sich durch ruhige Erzählweisen, eingängige Musik und Figuren aus, die bis heute Kultstatus genießen.

Mitten in diesem Jahrzehnt hielt eine technische Neuerung Einzug in deutsche Wohnzimmer, die das Freizeitverhalten nachhaltig verändern sollte: der VHS-Rekorder. Zum ersten Mal konnten Fernsehsendungen aufgenommen oder Filme unabhängig vom Fernsehprogramm angesehen werden. Für viele Familien war die Anschaffung eines Videorekorders ein kleines Ereignis. Noch aufregender wurde es durch die Videotheken, die in nahezu jeder Stadt entstanden. Zwischen meterlangen Regalen mit bunten VHS-Hüllen verbrachten Kinder und Erwachsene oft viel Zeit. Freitag oder Samstag war Videotheken-Tag. Gemeinsam wurde ein Film ausgesucht, manchmal begleitet von einer Tüte Chips und einer Flasche Cola – ein kleines Ritual, das heute fast vollständig verschwunden ist. Streamingdienste haben die Videotheken ersetzt, doch kaum jemand verbindet mit dem digitalen Auswählen eines Films dieselbe Vorfreude wie damals beim Stöbern zwischen den VHS-Kassetten.

Nicht nur die Freizeit, sondern auch das Einkaufen verlief völlig anders. Online-Shops existierten nicht. Kleidung wurde in den Innenstädten gekauft. Kaufhäuser wie C&A, Horten, Kaufhalle, Karstadt oder Kaufhof waren weit mehr als Geschäfte sie waren Erlebniswelten. Familien machten sich samstags gemeinsam auf den Weg in die Stadt, bummelten durch die Etagen und gönnten sich anschließend oft ein Eis oder einen Imbiss. Viele Kinder trugen Kleidung aus denselben Geschäften. Dadurch sah man auf Schulhöfen häufig ähnliche Jacken, Pullover, Turnschuhe oder Jeans. Marken spielten zwar ebenfalls eine Rolle, doch die Auswahl war deutlich überschaubarer als heute. Dann gab es noch die Einkaufs Kataloge von Quelle, Neckermann oder von Otto, die für die Mütter ein absolutes Highlight war.

Heute wird ein großer Teil der Kleidung online bestellt. Mit wenigen Klicks kommt die Ware direkt nach Hause. Gleichzeitig kämpfen zahlreiche Innenstädte und traditionelle Kaufhäuser ums Überleben. Was früher Treffpunkt, Einkaufsort und Ausflugsziel zugleich war, verschwindet nach und nach aus dem Stadtbild. Mit jedem geschlossenen Kaufhaus geht auch ein Stück Alltagskultur verloren.

Es war eine Zeit, in der man für ein kleines Stück Popkultur nicht ins Internet musste, sondern nur einen Flaschenverschluss brauchte. Anfang der 1980er-Jahre machte Coca-Cola aus seinen Kronkorken kleine Sammelobjekte – und plötzlich wurde das Öffnen einer Cola-Flasche zum Glücksmoment.

Wer in den 1980er- und 1990er-Jahren aufgewachsen ist, erinnert sich garantiert an den süßen Duft der damaligen Süßwarenregale. Neben Klassikern wie Rider (heute Twix) gab es einen ganz besonderen Riegel, der die Herzen von Schokoladenfans im Sturm eroberte: Banjo. Der knusprige Riegel von Mars Incorporated gilt heute als absoluter Kult.

Sie waren klein, bunt und in glänzende Silberfolie gewickelt und für viele Kinder der 80er-Jahre gehörten sie einfach dazu. Die Böhme Fruchtkaramellen von vielen nur „Frukas“ genannt, sind bis heute ein echter Süßwarenklassiker. Vier Sorten, vier Farben und ein Geschmack den viele Menschen sofort mit...

Für die Kinder der 80er war es eine schwere Angelegenheit jeden Morgen Bücher, Hefte, Federmäppchen und dazu eine Tasche aus Leder, die selbst schon ordentlich Gewicht auf die Waage brachte mitzuschleppen. Für Generationen von Schulkindern gehörte das aber zum festen Alltag. Dann kam...

Das Palomino-Pferd – Das legendäre Maskottchen von C&A der 80er Jahre

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Das Palomino-Pferd – Das legendäre Maskottchen von C&A der 80er Jahre

Palomino e1787840824827Wer in den 70er-, 80er- oder 90er-Jahren mit seinen Eltern bei C&A einkaufen war, erinnert sich fast immer an ein ganz besonderes Pferd: Palomino. Für viele Kinder war der Besuch bei C&A weniger wegen der Kleidung spannend, sondern weil dort am Eingang oder in der Kinderabteilung das berühmte Palomino-Automatenpferd stand. Mit wenigen Münzen durfte man auf dem Pferd Platz nehmen und etwa eine Minute lang einen wilden Galopp erleben. Bei den Kindern war dies der eigentliche Höhepunkt des Einkaufs, wir nannten es meistens C&A Pferd.

Die Entstehung der Marke Palomino

Die Marke Palomino wurde im Jahr 1972 von C&A eingeführt und speziell für Kinderbekleidung entwickelt. Ziel war es eine eigene Kinderwelt zu erschaffen, mit der sich Familien identifizieren konnten. Das freundliche Pferd wurde schnell zum Maskottchen der gesamten Kinderabteilung. Der Name „Palomino“ stammt ursprünglich von den goldfarbenen Pferden, die vor allem aus Nordamerika bekannt sind. Gleichzeitig nutzte C&A ein Wortspiel: „Be my Pal – Be a Pal-o-mino“. „Pal“ bedeutet im Englischen „Freund“. Damit sollte das Pferd als sympathischer Begleiter der Kinder wahrgenommen werden.

Das berühmte Automatenpferd

Besonders legendär wurde das große Palomino-Pferd mit Münzeinwurf. Diese Reitautomaten wurden exklusiv für C&A gebaut. Hersteller war die Firma Ode-Automaten (früher Hummel). Je nach Filiale gab es verschiedene Ausführungen des Pferdes, doch alle hatten denselben Zweck: Kindern während des Einkaufs ein kleines Abenteuer zu bieten. Nach Einwurf einer Münze begann das Pferd etwa 45 bis 60 Sekunden lang zu galoppieren. Währenddessen bewegte es sich kräftig vor und zurück und vermittelte das Gefühl eines echten Ausritts.

Im Laufe der Jahre erschienen zahlreiche Werbeartikel wie: kleine Kunststoff-Pferde, Plüsch-Pferde, Schlüsselanhänger, Aufkleber, Luftballons, Kinderartikel mit Palomino-Aufdruck. Mit diesem Konzept war C&A seiner Zeit voraus. Das Unternehmen bewarb seine Kinderabteilung sogar mit dem Slogan „Die erste Kinderkleidung mit Erlebnisgarantie“. Auch heute stehen noch in einigen C&A-Filialen die bekannten Palomino-Pferde, sie wurden über Jahrzehnte gepflegt und gehören für viele Kunden noch immer zum Einkaufserlebnis. In nostalgischen Internetforen berichten Erwachsene regelmäßig davon, dass sie sich noch genau an ihre erste Fahrt erinnern oder sogar noch ein Palomino-Plüschtier besitzen. Manche erzählen, dass sie als Kinder den Einkaufsbummel nur wegen des Pferdes gerne mitgemacht haben. Neben dem Maskottchen entwickelte sich Palomino zu einer festen Eigenmarke von C&A unter diesem Namen erschienen unter anderem:, T-Shirts, Jeans, Pullover, Jacken, Schuhe und Accessoires.Die Marke steht bis heute für Kinderbekleidung innerhalb des C&A-Sortiments.

Palomino-Pferd von C&A

Das Palomino-Pferd – Das legendäre Maskottchen von C&A der 80er Jahre

Palomino Pferd

News

Marco: Wie eine Zeichentrickserie die Herzen der Zuschauer auf der ganzen Welt berührte“

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Marco: Wie eine Zeichentrickserie die Herzen der Zuschauer auf der ganzen Welt berührte"

Die Entstehungsgeschichte von Marco basiert auf den vom 1878 erschienen Buch Dagli Appennini alle Ande  „Von den Apenninen zu den Anden“ – oder von einer Bergkette in Italien zu einem Gebirge in Südamerika vom Italienischen Schriftsteller Edmondo De Amicis. 

Die Zeichentrickserie:

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Ist eine Japanische Anime Serie das 1976 das von Nippon Animation produziert wurde. Die Regie machte Isao Takahata einer der bedeutendsten Regisseure japanischer Zeichentrickfilme, sogenannter Animes. Er hat auch den Charakter zu Heidi entworfen bei dem er auch Regie führte. Mit Hayao Miyazaki gründete er 1985 das Studio Ghibli.

Isao Takahata

Isao Takahata

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Hayao Miyazaki

War für die Inszenierung und das Layout verantwortlich, er schrieb auch an mehrere Episoden mit und gilt Heute als einer der besten Animatoren aller Zeiten. Er hat sogar für seine Filme einen Oscar bekommen und hatte weitere Nominierungen.

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Yoichi Kotabe

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War Animationsregisseur und Charaterdesigner, der vor Marco die Figur für Heidi zeichnete sowie am Character von Super Mario mit illustierte. 

Die TV Ausstrahlung

Die TV Serie in Japan:

Dort wurde die Serie von 04. Januar 1976 bis 26 Dezember durch Fuji TV ausgestrahlt. Der Original Titel lautet: „Haha o tazunete sanzen ti“. Mittlerweile gehört die Serie zur World Masterpiece Theater Reihe.

Ausstrahlung im D-TV:

Die Deutsche Erstausstrahlung war am 06.09.1980 und lief bis 19.Dezember 1981. Insgesamt wurden es 52 Episoden die mittlerweile auch als DVD erhältlich ist.

Die Handlung:

Die Geschichte findet im Jahr 1881 in Genua in Italien statt, wo Marco Rossi mit seiner Mutter Anna, Vater Pietro und mit seinem Bruder Tonio lebt.

Vater Pietro arbeitet als Leiter eines Wohltätigkeitskrankenhauses wo er arme Patienten behandelt. Da die Familie Schulden hat, beschließt Marcos Mutter nach Argentinien auszuwandern um dort als Hausangestellte zu arbeiten. 

Am Anfang schreibt sie Marco regelmäßig, doch nach einem Jahr kommen keine Briefe mehr an. Marco ist in großer Sorge und beschließt seiner Mutter nach Argentinien nachzureisen. Sein Vater ist anfangs dagegen, doch schließlich erlaubt er Marco sich auf die Suche nach seiner Mutter zu machen. Pietro und der Bruder Tonio blieben in Genua. 

Marco nimmt den Haustieraffen seines älteren Bruders Amedeo mit und schleicht sich an Bord der Andrea Dora. Einem Schiff das gerade nach Brasilien fährt. In Brasilien angekommen geht Marco an Bord eines Einwanderschiffes nach Buenos Aires. 

Kurz gefasst, nach 12.000 Kilometern trifft Marco schließlich seine Mutter im Krankenhaus, wo sie nach einer erfolgreichen Operation mit Marco nach Genau zurückgeht und dort mit der Familie sich wieder vereint.

Von Italien über Brasilien nach Argentinien geht für Marco und Peppino das Abenteuer dann los.

Die Musik:

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Das Titellied wurde von Kitty & Erica gesungen und als Vinyl-Single veröffentlicht. Produziert von König der Soundtracks Christian Bruhn, der für viele tolle Serien u.a. für Captain Future, Heidi, Sindbad, Timm Thaler, Silas usw die Musik lieferte.

Die Synchronsprecher:

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peter

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Erzähler – Manfred Seipold

Schauspieler und Synchronsprecher, er verlieh seine Stimme für Chuck Norris, Burt Reynolds, Bruce Willis und war der Erzähler bei Wickie und die starken Männern.

Marco Rossi – Manou Lubowski

ist ein Deutscher Schauspieler, Synchron und Hörspielsprecher

Er war auch die Stimme von Sindbads Freund Hassan, Tau Tau und für die Hörspiele wie 5 freunde, TKKG oder die Drei ???

Pietro Rossi – Eberhard Mondry

Schauspieler und Synchronsprecher

Anna Rossi – Heidi Fischer

Schauspieler und Synchronsprecher

Tonio Rossi – Peter Ehret

Schauspieler und Synchronsprecher

Die Stimmen der Zeichentrickserien: Lerne die Gesichter hinter der Synchronisation kennen

In den 80er Jahren prägten einige der bekanntesten Synchronsprecher die Kindheit einer ganzen Generation. Diese Stimmen, die uns in zahlreichen Zeichentrickserien begegneten, wurden zu unverwechselbaren Begleitern. Egal ob als Helden, Schurken oder liebenswerte Nebenfiguren – diese Synchronsprecher hauchten den Charakteren Leben ein und ließen uns in fantasievolle Welten eintauchen. In dieser Beschreibung erfährst du mehr über die Menschen hinter den ikonischen Stimmen und deren Beiträge zu beliebten Serien wie „Sindbad“, „Marco“, „Heidi“ und „Pinnochio“. Entdecke die Geschichten der Stimmen, die in fast jedem Kinderohr der 80er Jahre widerhallten, und lerne die Gesichter kennen, die sich hinter den unvergesslichen Figuren verbergen.

Marco -
Manou Lubowski

manouDer deutsche Schauspieler und Synchronsprecher Manou Lubowski war bei zahlreichen Rollen in Fernsehproduktionen wie „Derrick“, „SOKO“ und „Pastewka“ ist Manou Lubowski vor allem im Synchron tätig. Zu seinen ersten Synchronarbeiten gehören die TV-Serien „Marco“ und „Tao Tao“.

Captain Future -
Hans Jürgen Dittberner

Hans Jürgen Dittberner

Hans-Jürgen Dittberner, geboren am 19. September 1945 in Berlin, erlangte Berühmtheit vor allem durch seine Arbeit als Synchronsprecher. Ende der 70er Jahre verlieh er dem „Captain Future“ in der gleichnamigen Zeichentrickserie seine markante Stimme und brachte die Figur damit zum Leben. In den folgenden Jahren war er als deutsche Stimme von Bobby in der TV-Serie „Dallas“ zu hören. Außerdem synchronisierte er Christopher Reeve in der Rolle des Superman. Neben seiner Tätigkeit als Synchronsprecher ist Hans-Jürgen Dittberner auch als Schauspieler und Dialogbuchautor erfolgreich aktiv.

Die Biene Maya -
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ist eine deutsche Schauspielerin, Synchronsprecherin und Hörspielsprecherin. Bei TKKG sprach sie Gaby in den Folgen 44 bis 52. Sie ist die ältere Schwester von Manou Lubowski, der Klößchen spricht.Insbesondere sprach sie die Biene Maja. Auch für Hollywood Stars Selma Hayek oder Alyssa Milano vergab sie ihre Stimme.

Calimero -
Wolfgang Ziffer

wolfgangziffer war ein deutscher Synchronsprecher, Hörspielsprecher und Schauspieler. Zudem war er als Synchronregisseur und Dialogbuchautor tätig. So setzte er sie auch häufiger für die Synchronisation von Zeichentrickfilmen ein. Er sprach beispielsweise Roger Rabbit, Calimero, den Raben Rocco in der Hörspielreihe Xanti, den Raben Gulliver in der Hörspielreihe und Fernsehserie Benjamin Blümchen 

Pinnochio -
Helga Anders

helga fiedler war eine deutsch-österreichische Schauspielerin und Synchronsprecherin. In der Zeichentrickserie Pinocchio sprach sie die Hauptrolle. In der Trickserie Nils Holgersson lieh sie Nils’ kleinem Hamster Krümel ihre Stimme, auch in verschiedenen Hörspielproduktionen wirkte sie mit

Nils Holgersohn-
Phillip Brammer

phillipbrammer war ein deutscher Schauspieler und Synchronsprecher.Bereits mit zehn Jahren startete Brammer, der 1988 das Abitur ablegte, als Synchronsprecher in der Serie Die Bären sind los seine Fernsehkarriere, war dann sogleich die deutsche Stimme von Nils Holgersson (in Deutschland 1981/1982 ausgestrahlt), später übernahm er unter anderem die Synchronisation von Jason Priestley und sprach die Rolle des Andrew Garvey in Unsere kleine Farm.

Heidi -
Kristin Fiedler

fiedler ist eine deutsche Synchronsprecherin. Fiedler sprach erstmals 1975 die Rolle der Fran im Spielfilm Funny Lady. 1977, im Alter von 12 Jahren, sprach sie dann die Hauptrolle der Heidi in der deutschen Synchronisation der japanischen Anime-Reihe Heidi von Isao Takahata.
Im Jahr darauf synchronisierte sie Sandy Johnson als Judith Margaret Myers in Halloween – Die Nacht des Grauens.

Sindbad -
Jan Odle

janodle ist ein US-amerikanischer deutschsprachiger Synchronsprecher, Hörspielsprecher, Hörbuchsprecher, Dialogbuchautor und Synchronregisseur. Seine erste große Serienhauptrolle bekam Odle als 14-Jähriger für die Zeichentrickserie Sindbad angeboten und war somit als Sindbad von 1978 bis 1979 im ZDF-Nachmittagsprogramm wöchentlich zu hören. Ein Jahr später sprach er Tom Sawyer in der kanadischen Fernsehserie Die Abenteuer von Tom Sawyer und Huckleberry Finn, welche im Ersten von 1980 bis 1981 ausgestrahlt wurde.

Wickie -
Florian Halm

florianhalm ist ein deutscher Schauspieler und Synchronsprecher. Er ist unter anderem auch die deutsche Feststimme von Jude Law, Sean Combs und Colin Farrell, sowie gelegentlich die von Johnny Knoxville und Skeet Ulrich. Für das Fernsehen lieh er seine Stimme der Hauptfigur der Zeichentrick- und Hörspielserie Wickie und die starken Männer.

Die beliebtesten Kinderserien der 80er Jahre im Deutschen Fernsehen

Die 1980er Jahre waren eine goldene Ära für Kinderserien im deutschen Fernsehen. In dieser Zeit entstanden zahlreiche Serien, die bis heute Kultstatus genießen und die Kindheit vieler Menschen geprägt haben. Hier ist ein Überblick über einige der beliebtesten Kinderserien dieser Dekade.

Silas

„Silas“ war eine Abenteuerserie, die auf dem gleichnamigen Buch von Cecil Bødker basierte. Die Serie wurde 1981 erstmals ausgestrahlt und erzählt die Geschichte eines jungen Zirkusjungen namens Silas, der vor seinen grausamen Besitzern flieht und sich auf eine abenteuerliche Reise begibt. Silas, gespielt von Patrick Bach, wurde schnell zum Helden vieler Kinder. Die Serie bestach durch ihre spannende Handlung und die eindrucksvollen Landschaften, in denen sie gedreht wurde.

Pumuckl

Der Kobold mit den roten Haaren und dem frechen Mundwerk, „Pumuckl“, ist eine der bekanntesten Figuren der deutschen Fernsehgeschichte. Die Serie, basierend auf den Geschichten von Ellis Kaut, wurde ab 1982 ausgestrahlt. Pumuckl lebt bei dem Schreinermeister Eder, gespielt von Gustl Bayrhammer, und sorgt dort für allerhand Chaos. Die Mischung aus Realfilm und Animation war damals innovativ und faszinierte junge und alte Zuschauer gleichermaßen.

Sesamstraße

Die deutsche Version der „Sesamstraße“ startete bereits 1973, aber auch in den 80er Jahren war die Serie äußerst populär. Die Puppenfiguren wie Ernie und Bert, das Krümelmonster und Samson wurden zu festen Bestandteilen der Kindheit vieler Deutscher. Die „Sesamstraße“ war nicht nur unterhaltsam, sondern hatte auch einen starken pädagogischen Ansatz, der den Kindern auf spielerische Weise grundlegende Fähigkeiten und Wissen vermittelte.

Löwenzahn

„Löwenzahn“ mit Peter Lustig, der ab 1981 in seinem blauen Bauwagen lebte, war eine weitere äußerst beliebte Serie. Peter Lustig brachte den Kindern Naturwissenschaften und Technik näher, indem er alltägliche Phänomene einfach und anschaulich erklärte. Die Kombination aus Wissensvermittlung und humorvollen Einlagen machte die Serie zu einem Dauerbrenner im deutschen Kinderfernsehen.

Heidi

„Heidi“, die Zeichentrickserie, die auf den Büchern von Johanna Spyri basiert, wurde in Deutschland ab 1977 ausgestrahlt und blieb auch in den 80er Jahren sehr beliebt. Die Geschichte des Waisenmädchens Heidi, das bei ihrem Großvater in den Schweizer Alpen lebt, berührte viele Kinderherzen. Die Serie war bekannt für ihre warmherzige Erzählweise und die wunderschönen Landschaften der Alpen.

Wickie und die starken Männer

„Wickie und die starken Männer“ ist eine weitere Zeichentrickserie, die auf den Büchern von Runer Jonsson basiert und ab 1974 im deutschen Fernsehen lief, aber auch in den 80er Jahren sehr beliebt blieb. Die Abenteuer des kleinen, aber cleveren Wikingerjungen Wickie, der immer wieder durch seine Einfälle die Erwachsenen beeindruckte, waren bei Kindern sehr geschätzt. Die Serie vermittelte Werte wie Mut, Freundschaft und Einfallsreichtum.

Biene Maja

„Biene Maja“, eine Zeichentrickserie, die auf den Geschichten von Waldemar Bonsels basiert, wurde erstmals 1975 ausgestrahlt, blieb aber auch in den 80er Jahren ein Favorit. Die Abenteuer der neugierigen und frechen Biene Maja und ihrer Freunde, wie dem Grashüpfer Flip, faszinierten die Kinder. Die Serie war nicht nur unterhaltsam, sondern vermittelte auch wichtige Botschaften über Natur und Freundschaft.

Pan Tau

„Pan Tau“, eine tschechoslowakisch-deutsche Koproduktion, wurde in Deutschland ab 1970 ausgestrahlt und war auch in den 80er Jahren sehr beliebt. Die Serie handelte von einem geheimnisvollen Mann mit einem magischen Hut, der Kindern in schwierigen Situationen half. Pan Tau, gespielt von Otto Šimánek, sprach nie ein Wort, was ihn noch mysteriöser und faszinierender machte.

Diese Serien sind nur ein kleiner Ausschnitt aus dem reichhaltigen Angebot an Kinderserien der 80er Jahre im deutschen Fernsehen. Jede dieser Serien hat auf ihre Weise die Kinderherzen erobert und ist bis heute unvergessen. Sie boten nicht nur Unterhaltung, sondern auch lehrreiche Inhalte und Werte, die viele Zuschauer bis heute in Erinnerung behalten.

Die Geschichte von „Mensch Ärgere Dich Nicht“: Ein zeitloses Spiel, das Generationen verbindet

Die Geschichte von "Mensch Ärgere Dich Nicht":
Ein zeitloses Spiel, das Generationen verbindet

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In den 1980er Jahren war „Mensch Ärgere Dich Nicht“ zweifellos ein beliebtes Gesellschaftsspiel in vielen deutschen Haushalten. Ob alt oder jung, das Spiel hatte die Fähigkeit, Menschen jeden Alters zu fesseln und für unterhaltsame Stunden zu sorgen. Doch die Geschichte dieses ikonischen Spiels reicht viel weiter zurück und hat eine reiche kulturelle Bedeutung.

Ursprünglich stammt „Mensch Ärgere Dich Nicht“ aus Deutschland und wurde von Josef Friedrich Schmidt erfunden. Schmidt, ein Tischlermeister aus Amberg in der Oberpfalz, entwickelte das Spiel im Jahr 1907 und nannte es damals „Das Spiel des Lebens“. Es wurde erstmals von seiner eigenen Familie gespielt und erfreute sich schnell großer Beliebtheit.

Das Spiel basiert auf dem indischen Spiel „Pachisi“, das wiederum Teil einer Gruppe von Spielen ist, die als „Cross and Circle“ bekannt sind. „Pachisi“ wurde bereits im 16. Jahrhundert in Indien gespielt und fand später seinen Weg nach Europa, wo es verschiedene Abwandlungen erfuhr. „Mensch Ärgere Dich Nicht“ ist eine dieser Variationen und hat sich im Laufe der Jahre zu einem Klassiker entwickelt.

Die Regeln des Spiels sind einfach, was sicherlich zu seiner weit verbreiteten Beliebtheit beigetragen hat. Jeder Spieler hat vier Spielfiguren, die er von seinem Startfeld aus über das Spielfeld bewegt. Das Ziel ist es, alle eigenen Figuren in das Zielfeld in der Mitte des Brettes zu bringen, bevor die anderen Spieler es schaffen. Dabei können gegnerische Figuren geschlagen und zurück auf ihre Startfelder geschickt werden, was oft zu frustrierenden Momenten und lautem Gelächter führt – daher auch der passende Name „Mensch Ärgere Dich Nicht“.

Das Spiel hat im Laufe der Jahre zahlreiche Auszeichnungen erhalten und wurde in vielen verschiedenen Versionen und Editionen veröffentlicht. Es hat auch seinen Weg in die Popkultur gefunden, indem es in Büchern, Filmen und Fernsehsendungen erwähnt oder sogar gespielt wurde.

Heutzutage wird „Mensch Ärgere Dich Nicht“ immer noch gerne gespielt und ist ein Symbol für familiären Spaß und gemeinsame Zeit. Es ist ein Spiel, das Generationen miteinander verbindet und eine nostalgische Erinnerung an vergangene Zeiten darstellt. Die Einfachheit seiner Regeln und die Freude am Spiel machen es zeitlos und werden sicherstellen, dass es auch in Zukunft weiterhin ein beliebter Zeitvertreib bleibt.